Revision ISO 9001: 2015

IMSM unterstützt Organisationen bei der Revision

Revision ISO 9001: 2015

Die Überarbeitung von ISO 9001 ist jetzt live und IMSM unterstützt Organisationen bei ihrem Übergang zu ISO 9001 ISO 9001: 2015. Die überarbeitete Norm fordert Organisationen auf, besonders auf Folgendes zu achten:
Kontaktieren Sie uns noch heute!

  • Verstärkte Betonung des Engagements der Geschäftsführung in Bezug auf ISO 9001 (Klausel 4)
  • Änderungsmanagement (Klausel 6)
  • Leistungsbewertung (Klausel 9)
  • Managementbewertung (Klausel 9)
  • Risikobasierter Ansatz (Klausel 6)

Zertifizierte Unternehmen erkennen an, dass die Norm ihnen hilft, ein konsistenterer Wettbewerber auf dem Markt zu werden. Durch die Sicherstellung eines starken Fokus auf das Qualitätsmanagement können ISO 9001-zertifizierte Unternehmen die Bedürfnisse hochwertiger Kunden effektiver gewinnen und anschließend erfüllen.

Um die Revisionsanforderungen zu unterstützen und Ihre ISO 9001-Zertifizierung beizubehalten, stellt IMSM eine Reihe zusätzlicher Supportoptionen vor, die für Ihren schrittweisen Übergang von ISO 9001: 2008 zur überarbeiteten und verbesserten ISO 9001: 2015-Norm entwickelt wurden.

IMSM bietet Kunden die erforderlichen Informationen und den Weg zur neuen Norm in einem von Ihrem Unternehmen vorgegebenen Tempo. Unsere Dienstleistungen reichen von Support-Paketen zur Erleichterung eines selbstverwalteten Übergangs zu einem vollständigen Beratungsübergang. Wir bieten eine Schritt-für-Schritt-Anleitung und eine kontinuierliche Bewertung für eine optimal verwaltete Unterstützung auf verschiedenen Ebenen einer Beratung.

 

Was ist neu?

ISO 9001: 2015 konzentriert sich stärker auf die Rollen der Geschäftsführung und deren Einsatz als Schlüssel zum Erfolg. Das Erkennen der Betonung der Führung im Kern des Denkens ist eine wesentliche Änderung der neuen Norm, wobei die Ziele, die Messung und die Änderung stärker betont werden.

Die Norm 9001: 2015 besteht aus zehn Klauseln anstelle der vorherigen acht Klauseln, die in der ISO 9001: 2008 verwendet wurden.

Führung

Eine stärkere Betonung der Führung wird die Geschäftsführung dazu bringen, sich in das Qualitätsmanagementsystem eines Unternehmens einzubringen. Dies hilft, die Belegschaft des Unternehmens auf die festgelegten Ziele und strategischen Ziele auszurichten und zu motivieren. Eine stärkere Einbeziehung von Führungsteams in das Managementsystem trägt dazu bei, den Teamgeist zu fördern und zu motivieren, um Geschäftsziele erfolgreich zu erreichen, und bringt Qualität und kontinuierliche Verbesserung in das Herz Ihres Unternehmens.

Risikomanagement

ISO 9001: 2015 führt einen „risikobasierten Ansatz“ ein, bei dem die organisatorischen Ressourcen auf Bereiche konzentriert werden, die am wahrscheinlichsten Anlass zur Sorge geben. Ein risikobasiertes Compliance-Programm hilft bei der Identifizierung, Verwaltung, Überwachung und Reduzierung der Compliance-Risiken, die für Unternehmen von entscheidender Bedeutung sind, und erleichtert die Durchführung und Wartung von Berichten und Vorschriften mit weniger Aufwand.

Die Einführung des Risiko- und Chancenmanagements verstärkt den Einsatz des Managementsystems als Instrument zur Kontrolle und Identifizierung von Geschäftsmöglichkeiten, die zur Verbesserung des Geschäftsergebnisses beitragen können.

Leistungsmessung

Selbstverwaltung und organisatorisches Verhalten haben direkten Einfluss auf die Leistung und die Fähigkeit, Wert für Kunden und Mitarbeiter zu schaffen. Effektive Leistungsmessung und Selbstverwaltung können zu einem höheren Maß an Innovation, Mitarbeiterbindung und Kundenzufriedenheit sowie zu einer überlegenen finanziellen Leistung führen.

Unsere Dienstleistung zur Revision

Erwägen Sie die Implementierung von ISO 9001: 2015 oder sind Sie bereits nach ISO 9001: 2008 zertifiziert?

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um in Ihrem Unternehmen die Implementierung der neuen Norm zu besprechen. Mit erheblichen geschäftlichen Vorteilen hat IMSM eine Reihe von Optionen entwickelt, die Ihren organisatorischen Geschäftsanforderungen entsprechen und den schrittweisen Übergang von ISO 9001: 2008 zu der überarbeiteten und verbesserten Norm ISO 9001: 2015 unterstützen.

 

Jede Option bietet eine schrittweise Anleitung und eine kontinuierliche Bewertung für eine optimale verwaltete Unterstützung auf verschiedenen Ebenen der Beratung. Bereitstellung der erforderlichen Informationen und des Weges zur neuen Norm für Kunden in einem von Ihrem Unternehmen vorgegebenen Tempo mit dem entsprechenden Support-Paket, das für einen Selbstverwaltungs- oder vollständigen Beratungsübergang erforderlich ist. Unsere Optionen für den Revisionssupport sind praktisch und wurden entwickelt, um unnötige Umwälzungen und Störungen Ihrer täglichen Geschäftsaktivitäten sowie derjenigen zu vermeiden, die sich auf das Erreichen von ISO 9001: 2015 auswirken können.

Qualitätsmanagement-system (QMS)

4.1 Verständnis des Unternehmens und seines Kontextes

Die meisten Unternehmen überwachen bereits erfolgreich interne und externe Vorgänge, die sich potentiell nicht nur auf ihr Qualitätsmanagementsystem (QMS), sondern auf das gesamte Unternehmen auswirken können. Die Norm verlangt nun jedoch von den Unternehmen, dieses Wissen zusätzlich einzusetzen, um den Umfang des QMS festzulegen, das QMS zu entwickeln, einzuführen und kontinuierlich zu verbessern und die mit dem QMS verbundenen Risiken und Chancen zu bestimmen.

4.2 Verständnis der Bedürfnisse und Erwartungen der beteiligten Parteien

Beteiligte Parteien sind Gruppen oder Einzelpersonen, die die Möglichkeit haben, durch eine Entscheidung oder Aktivität des Unternehmens Einfluss auszuüben, beeinflusst zu werden oder sich als dadurch beeinflussbar zu betrachten (eine weit umfassendere Definition als diejenige in ISO 9001:2008).

Kunden, Anteilseigner, Mitbewerber, Vorstandsmitglieder und Lieferanten sind nur einige wenige Beispiele für natürliche und juristische Personen, die unter diese Klassifizierung fallen würden. Jedes Unternehmen hat seinen eigenen Kreis an relevanten beteiligen Parteien, der sich mit der Zeit verändern kann.

Die Kenntnis der jeweiligen Anforderungen der relevanten beteiligten Parteien ist als Beitrag zur Definition des QMS-Umfangs erforderlich, um das QMS zu entwickeln, einzuführen und kontinuierlich zu verbessern und um damit verbundene Risiken und Chancen zu bestimmen.

4.3 Festlegung des Umfangs des QMS.

Einem Unternehmen steht es frei, die Grenzen seines QMS selbst zu definieren. Es kann sich entscheiden, ein QMS für das gesamte Unternehmen oder für einen bestimmten Bereich des Unternehmens zu entwickeln, wenn und nur wenn die oberste Führungsebene für diesen Bereich die Befugnis und die Ressourcen hat, ein QMS einzuführen. Die Vertrauenswürdigkeit eines QMS hängt neben anderen Faktoren von der Wahl der organisatorischen Grenzen ab.

4.4 Das Qualitätsmanagementsystem und seine Prozesse

4.4.1
Das Unternehmen muss die erforderlichen Prozesseingaben und die erwarteten Ergebnisse bestimmen, Zuständigkeiten und Befugnisse für Prozesse zuweisen, Risiken und Chancen für Prozesse feststellen und Pläne aufstellen, die sich mit diesen befassen. ISO 9001:2008 hat vom Unternehmen verlangt, die Prozessmethoden und Kriterien für effektiven Betrieb und wirksame Kontrolle festzulegen. Die Methoden schließen nun ausdrücklich Überwachung, Messungen und zugehörige Leistungsindikatoren mit ein.

4.4.2
Das Unternehmen muss über beide Arten dokumentierter Informationen verfügen – um die QMS-Prozesse wirksam zu planen, zu steuern, zu betreiben, zu überwachen und zu messen und zu verbessern. Dazu können Pläne, Verfahren, Checklisten, Standards, Kriterien, Menüs, Webseiten und Modelle wie auch Nachweise gehören.

Die vorhandenen Betriebsabläufe, Arbeitsanweisungen und Ablaufdiagramme können verwendet werden, um nachzuweisen, dass die Anforderungen in Bezug auf dokumentierte Informationen zur Unterstützung der Prozessverfahren erfüllt werden. Wenn diese im Unternehmen gut funktionieren, besteht keine Notwendigkeit, sie zu ersetzen.

Führung

5.1 Führung und Engagement

5.1.1 Allgemeines

Der Schritt zu „Führung und Engagement“ ist wahrscheinlich die bedeutendste und weitreichendste Änderung in der Norm ISO 9001:2015, obwohl der tatsächliche praktische Einfluss sehr stark vom Ausgangspunkt des einzelnen Unternehmens abhängen wird. Bei Unternehmen, in denen die Führungsmitglieder aktuell eine aktive Rolle bei der Förderung des QMS spielen, werden die Änderungen einfach eine Formalisierung der bereits bestehenden Praxis sein. In Unternehmen, deren Geschäftsführung die Verantwortung für das QMS praktisch an ihren Managementbeauftragten delegiert hat, werden sich die Konsequenzen der führungsbezogenen Änderungen der Norm ISO 9001:2015 jedoch deutlich spürbarer auswirken.

ISO 9001:2015 verlangt eine deutlich aktivere Rolle der Geschäftsführung in Bezug auf das QMS als ISO 9001:2008. In Fällen, in denen der Begriff „sicherstellen“ verwendet wird, kann die Geschäftsführung nach wie vor andere mit der Durchführung der entsprechenden Aufgabe beauftragen. Aktivitäten, die in Verbindung mit Wörtern wie Begriffen „fördern“, „übernehmen“, „eingreifen“ oder „unterstützen“ erscheinen, können nicht delegiert werden und müssen von der Geschäftsführung selbst durchgeführt werden. Die Implementierer müssen die Geschäftsführung auf die neuen Anforderungen und auf die Tatsache aufmerksam machen, dass sie von nun an routinemäßigen Audits mit einem größeren Themenspektrum unterzogen werden.Wenn ISO 9001:2015 den Begriff „Geschäftsführung“ verwendet, sind damit eine oder mehrere Personen gemeint, die ein Unternehmen „auf der höchsten Ebene“ führen und steuern.

5.1.2 Kundenorientierung

Dieser Abschnitt verlangt von der Geschäftsführung, sicherzustellen, dass die Risiken und Chancen, die sich auf die Fähigkeit des Unternehmens zur Bereitstellung konformer Produkte und Dienstleistungen und zur Erhöhung der Kundenzufriedenheit auswirken könnten, festgestellt und aufgegriffen werden. Die Geschäftsführung ist ausdrücklich angehalten, einen Schwerpunkt auf die konsistente Bereitstellung von Produkten und Dienstleistungen zu legen, die den Kundenanforderungen entsprechen und die geltenden gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen erfüllen wie auch die Erhöhung der Kundenzufriedenheit im Auge zu behalten.

5.2 Qualitätspolitik

5.2.1 Entwicklung der Qualitätspolitik

Dieser Abschnitt erfordert, dass die Geschäftsführung eine Qualitätspolitik „festlegt, umsetzt und aufrechterhält“. Die Qualitätspolitik sollte auch im Kontext des Unternehmens angemessen sein und nicht nur hinsichtlich ihrer Absicht. Dies setzt voraus, dass die Qualitätspolitik des Unternehmens überprüft und gegebenenfalls aktualisiert wird, wenn es irgendeine Änderung im Zusammenhang mit dem Unternehmen oder den jeweiligen Anforderungen der relevanten beteiligten Parteien gibt. Eine weitere Stärkung des Konzepts, dass es sich beim QMS nicht nur um eine Beigabe zum Geschäftsbetrieb handelt stellt die zentrale Anforderung dar, dass die Qualitätspolitik im Einklang mit der strategischen Ausrichtung des Unternehmens stehen muss. Jegliche Änderung der strategischen Ausrichtung erfordert nunmehr ein Überdenken der Qualitätspolitik. Die Politik muss eine Verpflichtung zur kontinuierlichen Verbesserung des QMS enthalten. Und sie muss von nun an ein Rahmenwerk für die Definition und Überprüfung von Qualitätszielen bereitstellen.

5.3 Organisatorische Rollen, Zuständigkeiten und Befugnisse

Die Rolle des Managementbeauftragten ist in der Norm ISO 9001:2015 nicht mehr vorgesehen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass sich die Eigentümerschaft des Qualitätsmanagementsystems nicht auf eine einzelne Person beschränkt. Die dem Managementbeauftragten im Rahmen der Norm ISO 9001:2008 zugewiesenen Pflichten können nun einer beliebigen Rolle zugeordnet oder auf mehrere Rollen verteilt werden, wobei das Unternehmen jedoch möglicherweise die bestehenden Verantwortlichkeiten und Befugnisse der Geschäftsführung nochmals prüfen muss. Bei dieser Überprüfung können sich unter Umständen Lücken finden, einschließlich Wissenslücken und Qualifikationsmängel, die dann zu beseitigen sind, bevor ein konformes System geschaffen werden kann.

5.5.1 Zuständigkeit und Befugnis
Dieser Abschnitt hält die Unternehmensleitung an, sicherzustellen, dass alle Mitarbeiter des Unternehmens verstehen, was sie tun sollen (Zuständigkeit) und was sie tun dürfen (Befugnis) in Bezug auf das QMS und die Geschäftstätigkeit des Unternehmens.

Planung

6.1 Maßnahmen zur Reaktion auf Risiken und Chancen

6.1.1
Dieser Unterabschnitt führt eine neue Anforderung für Unternehmen ein, diejenigen Risiken und Chancen festzustellen, die sich potentiell auf die Durchführung und Leistungsfähigkeit ihres Qualitätsmanagementsystems auswirken können, sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht. Die Risiken und Chancen in Bezug auf die Qualitätsaspekte und Konformitätsverpflichtungen werden speziell in zwei Unter-Unterabschnitten behandelt (6.1.2 und 6.1.3). Es kann im Unternehmen jedoch auch Risiken und Chancen im Zusammenhang mit anderen Fragen geben, beispielsweise Qualitätsbedingungen, die sich auf das Unternehmen auswirken oder umgekehrt von diesem beeinflusst werden können, oder Konformitätsverpflichtungen, die sich nicht auf Qualitätsaspekte beziehen, z.B. die falsche Klassifizierung von Abfällen aufgrund mangelnder Schulung von Mitarbeitern, die noch nicht lange im Unternehmen tätig sind. Um diese Risiken und Chancen zu verwalten (Qualitätsaspekte, Konformitätsverpflichtungen u.a.), können Unternehmen eine einheitliche Methode für alle Elemente umsetzen oder alternativ eine eigene Methode für jedes einzelne Element. Es gibt keine Verpflichtung zu einem formalen unternehmensweiten Risikomanagement oder einem dokumentierten Risikomanagementprozess.

6.1.2
Die Maßnahmen zur Reaktion auf Risiken und Chancen sollten in einem angemessenen Verhältnis zu den potentiellen Auswirkungen dieser Risiken und Chancen auf die Qualität oder zum Unternehmen stehen, wobei jedoch nicht alle Risiken und Chancen einen Handlungsbedarf nach sich ziehen. So kann das Unternehmen beispielsweise eine fundierte Entscheidung treffen, das Risiko zu akzeptieren und keinerlei über seine Feststellung und Bewertung hinausgehenden Maßnahmen durchzuführen. Zu den geplanten Maßnahmen kann die Festlegung von Zielen (vgl. 6.2) oder die Einbeziehung der Aktion in einen QMS-Prozess gehören.Im Anschluss muss das Unternehmen die Wirksamkeit dieser Maßnahmen bewerten.

6.2 Qualitätsziele und Planungen, um sie zu erreichen

6.2.1
Es ist wichtig klarzustellen, dass der Begriff „Ziel“ nicht unbedingt auf Verbesserungsprozesse anzuwenden ist. Ein Unternehmen kann eine Entscheidung erwägen, als Zielsetzung einen Prozess unter Kontrolle zu halten (d.h. nicht die Leistungsfähigkeit eines Prozesses zu verbessern sondern eine Leistungsverschlechterung zu verhindern).  Mit anderen Worten lässt sich als Ziel definieren, ein bestimmtes Leistungsniveau zu verbessern oder aufrechtzuerhalten. Unternehmen müssen möglicherweise Zielvorgaben auf verschiedenen Ebenen definieren. In diesem Zusammenhang müssen sie sicherstellen, dass ihre Ziele auf die strategische Ausrichtung des Unternehmens abgestimmt sind.Bezüglich wesentlicher Qualitätsaspekte kann ein signifikanter Aspekt mit mehr als einem Ziel im Zusammenhang stehen und umgekehrt können sich mehrere signifikante Aspekte auf nur eine Zielsetzung beziehen. Eine zentrale Ergänzung in der Neufassung von 2015 ist die Verwendung von Indikatoren zur Überwachung der Zielerreichung. Indikatoren lassen sich definieren als messbare Darstellung des Status von Operationen, Management oder Bedingungen. Jede Zielvorgabe muss über einen oder mehrere zugewiesene Indikatoren verfügen.

6.2.2
Der Unterabschnitt beschäftigt sich nicht nur damit, was getan werden muss, sondern fordert Unternehmen auch auf, die zur Umsetzung erforderlichen Ressourcen, die durchführenden Personen, das Fertigstellungsdatum und die Art der Bewertung der Zielerreichung zu bestimmen.Insgesamt verlangt die Norm ISO 9001:2015 nach einem robusteren Zielmanagement.

6.3 Planung für Änderungen

Dieser Abschnitt verlangt die Wahrung der Integrität des Qualitätsmanagementsystems, wenn Änderungen daran geplant oder umgesetzt werden. Dazu gehören spezifische Überlegungen, die ein Unternehmen bei der Planung und Umsetzung von QMS-Änderungen anstellen muss.

Unterstützung

7.1 Ressourcen

7.1.1 Allgemeines
Während der Entwicklung eines QMS ist besonders auf die Feststellung der verschiedenen erforderlichen Ressourcentypen sowohl interner als auch externer Art zu achten. Dabei kann es einfach nur um die Bereitstellung von Arbeitskräften oder Ausrüstung gehen, jedoch auch um den Erwerb und die Verwaltung der grundlegenden Kenntnisse, um das QMS in die gewünschte Richtung zu bewegen.

7.1.2 Personen
Dieser Abschnitt verlangt von einem Unternehmen, die für den effektiven Betrieb seines Qualitätsmanagementsystems und die Durchführung seiner Prozesse erforderlichen Personen bereitzustellen, so dass die Kundenanforderungen und die geltenden gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen durchgängig erfüllt werden können.

7.1.3 Infrastruktur
Die Anforderungen dieses Abschnitts konzentrieren sich auf die Feststellung, Bereitstellung und Verwaltung der Mittel für einen effizienten Prozessbetrieb.Beispiele für die entsprechende Infrastruktur sind Gebäude und zugehörige Versorgungseinrichtungen, Ausrüstungen einschließlich Hardware und Software und Informations- und Kommunikationstechnologie.

7.1.4 Umgebung für den Ablauf von Prozessen
Dieser Abschnitt verlangt vom Unternehmen, eine geeignete Umgebung für Betriebsprozesse zu bestimmen, bereitzustellen und zu verwalten. Beispiele für Umgebungen zur Durchführung von Prozessen sind physikalische, soziale, psychologische, umweltbedingte und sonstige Faktoren einschließlich Temperatur, Sauberkeit u.a.

7.1.5 Überwachung und Messung von Ressourcen

7.1.5.1 Allgemeines
Wenn ein Unternehmen durch Überwachung oder Messungen demonstriert, dass seine Produkten und Dienstleistungen den Anforderungen entsprechen, muss es für die Bereitstellung der notwendigen Ressourcen sorgen, mit denen sich die Gültigkeit und Zuverlässigkeit der Überwachungs- und Messergebnisse belegen lässt. Diese Ressourcen müssen für die Art der durchgeführten Überwachung oder Messung geeignet sein und so verwaltet werden, dass sie weiterhin zuverlässig ihren Zweck erfüllen. Das Unternehmen muss entsprechende dokumentierte Informationen (Protokolle) zum Nachweis unterhalten, dass die Überwachungs- und Messressourcen gebrauchstauglich sind.

7.1.5.2 Rückverfolgbarkeit der Messungen
In Fällen, in denen die Rückverfolgbarkeit von Messungen eine Anforderung darstellt oder vom Unternehmen als entscheidend für das Schaffen von Vertrauen in die Messergebnisse angesehen wird, muss das Unternehmen, wenn keine entsprechenden Standards existieren, die verwendete Grundlage für die Kalibrierung oder Überprüfung des Messgeräts in Form dokumentierter Informationen (Protokolle) festhalten.Messgeräte müssen so gekennzeichnet sein, dass ihr Kalibrierungsstatus bestimmt werden kann. Sie müssen auch so geschützt werden, dass sie nicht verstellt, beschädigt oder übermäßigem Verschleiß bzw. allgemein beliebigen Situationen ausgesetzt werden können, die den korrekten Kalibrierungsstatus ungültig machen und somit jegliche künftigen Messergebnisse beeinträchtigen würden.Stellen sich Messgeräte als defekt heraus, müssen bisherige Ergebnisse erneut aufgegriffen und bei Bedarf entsprechende Korrekturmaßnahmen durchgeführt werden.

7.1.6 Organisationswissen
Dies ist eine weit gefasste Anforderung, die in erster Linie sicherstellen soll, dass das Unternehmen die notwendigen Kenntnisse hat oder erwirbt, um auf veränderte Geschäftsumfelder, wie in Abschnitt 4.1 beschrieben, veränderte Anforderungen und Erwartungen von Kunden und relevanten beteiligten Parteien, wie in Abschnitt 4.2 beschrieben und gegebenenfalls entsprechende Verbesserungsinitiativen zu reagieren. Diese Kenntnisse müssen nach dem Bedarf des Unternehmens verwaltet und verfügbar gemacht werden, wobei das Unternehmen die beste Methode dazu wählen kann. Es gibt keine ausdrückliche Vorschrift, Organisationswissen als dokumentierte Information zu unterhalten.
Das Unternehmen muss den Umfang seines Organisationswissens neu bewerten, wenn es Änderungen an seinen Qualitätsmanagementsystemen als Reaktion auf veränderte Anforderungen oder Trends im betrieblichen Umfeld in Erwägung zieht. Das Unternehmen muss das Organisationswissen auf aktuellem Stand halten und wenn es für unzureichend gehalten wird, Maßnahmen zu dessen Erweiterung treffen. Damit soll sichergestellt werden, dass Unternehmen fundierte Entscheidungen in Bezug auf Aktualisierungen ihrer Qualitätsmanagementsysteme treffen.

7.2 Kompetenz

Kompetenz wird definiert als die „Fähigkeit, Wissen und Fähigkeiten anzuwenden, um beabsichtigte Ergebnisse zu erzielen“. Kompetenz muss nun hinsichtlich „ihrer potentiellen Auswirkungen auf die Qualitätsleistung des Unternehmens“ betrachtet werden, im Gegensatz zum enger gefassten Konzept der vorherigen Ausgabe: „ihrer Fähigkeit, sich signifikant auf die Qualität auszuwirken“. Zusätzlich wird von den Unternehmen weiterhin verlangt, dass sie Nachweise zur Kompetenz der unter ihrer Leitung arbeitenden Personen aufbewahren. Diese Nachweise sind in Form dokumentierter Informationen zu unterhalten.

7.3 Bewusstsein

Hier ist der wichtige Faktor die hinzugekommene Anforderung, den unter der Leitung des Unternehmens arbeitenden Personen ein Bewusstsein der Auswirkungen einer Nichtbeachtung des QMS zu vermitteln.

7.4 Kommunikation

Dieser Abschnitt verlangt vom Unternehmen festzulegen, was, wann und mit wem es kommuniziert und auf welche Weise. Die Unternehmen sollten auf den Nachweis dieser vier Elemente vorbereitet sein (was, wann, mit wem und wie), die zusammen als Grundlage für ein Verfahren erscheinen, und sie müssen für beteiligte Parteien transparent, angemessen, wahrheitsgetreu und nicht irreführend, vollständig, sachlich, genau, vertrauenswürdig und verständlich sein.

7.5 Dokumentierte Informationen

7.5.1 Allgemeines
Diese Anforderungen sind die gleichen, wie sie aktuell für die Norm ISO 9001:2008 gelten. Der Begriff „dokumentierte Information“ bezieht als Untergruppe alle „Dokumente“ einschließlich aller „Protokolle“ mit ein. Die Begriffe „Dokumente“ und „Protokolle“ aus dem Jahr 2008 werden in der Ausgabe von 2015 nicht verwendet.Die Norm verlangt vom Unternehmen, dokumentierte Informationen über den Umfang, die Qualitätspolitik, Risiken und Chancen, die in 6.1 genannten Prozesse im erforderlichen Umfang, Qualitätsaspekte, Konformitätsverpflichtungen, Qualitätsziele, Betriebsprozesse im erforderlichen Umfang, Notfallprozesse und den Compliance-Bewertungsprozess verfügbar zu halten und dokumentierte Informationen zum Nachweis von Kompetenz, Kommunikationsvorgängen, Überwachung, Messung, Analyse und Bewertung von Ergebnissen, Compliance-Bewertungsergebnissen, Prüfungsergebnissen, Managementbewertungen, Nichtkonformitäten und Korrekturmaßnahmen aufzubewahren.

7.5.2 Erstellung und Aktualisierung
Zusätzlich zu den in der Norm ISO 9001:2015 verlangten dokumentierten Informationen können Unternehmen weitere dokumentierte Informationen zu unterschiedlichen Zwecken wie Rechenschaftslegung, Konsistenz, Schulung oder Transparenz unterhalten.Die dokumentierten Informationen müssen kontrolliert und die Anforderungen auf den „Zugang“ und die „Verwendung“ der dokumentierten Informationen erweitert werden, wie vom Unternehmen verlangt. Der Zugang kann „nur Lesezugriff“ oder „Lesezugriff und Änderungsberechtigung“ implizieren.

7.5.3 Kontrolle dokumentierter Informationen

7.5.3.1 und 7.5.3.2
Wenn Unternehmen ihre dokumentierten Informationen in elektronischer Form aufbewahren, kann es erforderlich sein, die Zugangskontrollen (Passwörter/Anmeldenamen) und Berechtigungsstufen nochmals zu prüfen, um sicherzustellen, dass die aktuellen Kontrollen angemessen sind. Die Unternehmen müssen überlegen, wie solche Systeme zu schützen sind, wenn Passwörter verloren gehen und wie der Zugriff auf die dokumentierten Informationen bei einem Systemausfall aufrechterhalten werden kann. Sie müssen auch nachweisen, wie die Integrität ihrer dokumentierten Informationen gesichert wird. Da die meisten Unternehmen zu elektronischen Dokumenten übergehen, die per Fernzugriff unter Verwendung von Passwörtern usw. verwaltet und eingesehen werden, müssen möglicherweise weitere Kontrollen nachgewiesen werden, wenn Konformität beansprucht wird.

Betrieb

8.1 Operative Planung und Steuerung

Das Unternehmen muss diejenigen Prozesse planen, umsetzen und kontrollieren, dies es vorher als notwendig festgestellt hat (vgl. Abschnitt 4.4), um die Anforderungen an die Lieferung von Produkten und Dienstleistungen zu erfüllen.  Zusätzlich muss es planen, wie mit Risiken und Chancen umzugehen ist, die sich auf diese Prozesse (vgl. Abschnitt 6) und somit seine Fähigkeit auswirken können, die entsprechenden Anforderungen zu erfüllen. Die Planung beginnt mit der Festlegung der Produkt- und Dienstleistungsanforderungen durch das Unternehmen. Ist dieser Schritt abgeschlossen, muss das Unternehmen über seine Prozesse nachdenken und für jeden die Kriterien definieren, d.h., die Art der Prozesssteuerung, die Abnahmekriterien für das Produkt bzw. die Dienstleistung und die erforderlichen Ressourcen für die Konformität des Produkts bzw. der Dienstleistung.Das Unternehmen muss dokumentierte Informationen in dem Ausmaß erstellen und unterhalten, wie es dies für erforderlich hält, um sicherzustellen, dass alle Prozesse wie geplant durchgeführt werden und dass die bereitgestellten Produkte und Dienstleistungen den festgestellten Anforderungen und Abnahmekriterien entsprechen.

8.2 Anforderungen an Produkte und Dienstleistungen

8.2.1 Kundenkommunikation
Dieser Abschnitt verlangt von einem Unternehmen, mit seinen Kunden effektiv zu kommunizieren im Hinblick auf Produkt- und Dienstleistungsinformationen, Anfragen, die Betreuung von Verträgen oder Aufträgen (einschließlich Abänderungen), Rückmeldungen von Kunden zu Produkten und Dienstleistungen des Unternehmens (einschließlich Beschwerden), die Verwaltung von Kundeneigentum und gegebenenfalls spezielle Anforderungen für Notfallmaßnahmen.

8.2.2 Bestimmung der Anforderungen an Produkte und Dienstleistungen
Das Unternehmen muss Anforderungen für Produkte und Dienstleistungen festlegen, die es seinen Kunden anbieten will. Das Unternehmen muss sicherstellen, dass die Anforderungen definiert sind, wobei alle geltenden gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen zu erfassen sind wie auch alle Anforderungen, die das Unternehmen für erforderlich hält.

8.2.3 Überprüfung der Anforderungen an Produkte und Dienstleistungen
8.2.3.1 und 8.2.3.2
Das Unternehmen muss sicherstellen, dass es den Anforderungen an die Produkte und Dienstleistungen gerecht werden kann, die es den Kunden anbietet. Es ist erforderlich, Produkt- und Dienstleistungsanforderungen für Kundenangebote vor der Lieferzusage zu überprüfen. Bei dieser Überprüfung sind die vom Kunden definierten Anforderungen zu berücksichtigen, auch in Bezug auf die Lieferung und die daran anschließenden Aktivitäten. Ebenso sind Anforderungen zu berücksichtigen, die nicht ausdrücklich vom Kunden genannt werden, von denen das Unternehmen aber weiß, dass sie für die Eignung des Produkts oder der Dienstleistung für den vom Kunden vorgegebenen oder beabsichtigten Einsatzzweck erforderlich sind. Zusätzlichen müssen bei der Überprüfung auch vom Unternehmen genannte Anforderungen, alle für das Produkt oder die Dienstleistung geltenden gesetzlichen oder regulatorischen Anforderungen sowie alle vertraglichen oder auftragsbezogenen Anforderungen Berücksichtigung finden, die sich von den zuvor aufgeführten unterscheiden.

8.2.4 Änderungen der Anforderungen an Produkte und Dienstleistungen
Dieser Abschnitt fordert das Unternehmen auf, die produktbezogenen Anforderungen zu überprüfen. Die Überprüfung sollte stattfinden, bevor das Unternehmen die Lieferung von Produkten oder Dienstleistungen vereinbart. Das Lieferabkommen sollte nach Definition und Vereinbarung der Produktanforderungen zustande kommen und nachdem das Unternehmen über die Ressourcen verfügt, sowohl die Anforderungen an das Produkt (oder die Dienstleistung) zu erfüllen als auch die Lieferfristen einzuhalten-

8.3 Konzeption und Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen

8.3.1 Allgemeines
Das Unternehmen muss einen Konzeptions- und Entwicklungsprozess definieren, umsetzen und verwalten, der geeignet ist, die anschließende Bereitstellung von Produkten und Dienstleistungen sicherzustellen.

8.3.2 Planung von Konzeption und Entwicklung
Das Unternehmen muss die Konzeption und Entwicklung seiner Produkte und Dienstleistungen planen. Der Konzeptions- und Entwicklungsprozess umfasst mehrere Phasen, die jeweils Kontrollen unterliegen. Bei der Festlegung der auf den Konzeptions- und Entwicklungsprozess anzuwendenden Phasen und Kontrollen muss das Unternehmen die Komplexität, Art und Dauer der damit verbundenen Aktivitäten, die erforderlichen Etappen, die Überprüfungs- und Validierungstätigkeiten, die Zuständigkeiten und Befugnisse, die erforderlichen Ressourcen usw. berücksichtigen, einschließlich der dokumentierten Informationen, die zur Bestätigung der Erfüllung der Konzeptions- und Entwicklungsanforderungen nötig sind.

8.3.3 Eingaben für die Konzeption und Entwicklung
Das Unternehmen muss die wesentlichen Anforderungen an die zu konzipierenden und zu entwickelnden Produkte und Dienstleistungen definieren. Es muss die folgenden Eingaben, funktions- und leistungsbezogenen Erfordernisse, Informationen aus vorherigen ähnlich gelagerten Konzeptions- und Entwicklungsarbeiten sowie gesetzliche oder regulatorische Anforderungen usw. berücksichtigen. Das Unternehmen muss sicherstellen, dass Eingaben für die Konzeption und Entwicklung angemessen, vollständig und eindeutig sind.

8.3.4 Kontrollen der Konzeption und Entwicklung
Das Unternehmen muss seinen Konzeptions- und Entwicklungsprozess kontrollieren, um sicherzustellen, dass die gewünschten Ergebnisse der Konzeption und Entwicklung definiert werden, Überprüfungen zur Bewertung der Fähigkeit dieser Ergebnisse zur Erfüllung der Anforderungen durchgeführt werden, die Übereinstimmung des Konzepts mit den Anforderungen verifiziert wird, Validierungen durchgeführt werden usw. und dass dokumentierte Informationen zu diesen Aktivitäten aufbewahrt werden.

8.3.5 Ergebnisse der Konzeption und Entwicklung
Das Unternehmen muss sicherstellen, dass die Ergebnisse der Konzeption und Entwicklung den diesbezüglichen Eingabeanforderungen entsprechen und für die Bereitstellung der Produkte und Dienstleistungen geeignet sind.  Das Unternehmen ist gehalten, dokumentierte Informationen zu den Ergebnissen der Konzeption und Entwicklung aufzubewahren.

8.3.6 Änderungen an Konzeption und Entwicklung
Werden während oder nach der Konzeption und Entwicklung Änderungen vorgenommen, die sich negativ auf die Übereinstimmung mit den Anforderungen auswirken, muss das Unternehmen diese Änderungen feststellen, überprüfen und kontrollieren. Das Unternehmen ist aufgefordert, dokumentierte Informationen zu konzeptions- und entwicklungsbezogenen Änderungen, zu den Überprüfungsergebnissen und der Änderungsgenehmigung aufzubewahren.

8.4 Steuerung extern bereitgestellter Prozesse, Produkte und Dienstleistungen

8.4.1 Allgemeines
Das Unternehmen muss sicherstellen, dass extern bereitgestellte Prozesse, Produkte oder Dienstleistungen den Anforderungen entsprechen und es Kontrollverfahren zur Verifizierung der Übereinstimmung dieser Prozesse, Produkte und Dienstleistungen mit den Anforderungen gibt. Dokumentierte Informationen müssen als Nachweis der Ergebnisse der Bewertungen externer Anbieter, der Neubewertungen, der Überwachung der Leistungen dieser Anbieter und jeglicher Maßnahmen unterhalten werden, die sich aus diesen Bewertungen ergeben gibt. Dokumentierte Informationen müssen als Nachweis der Ergebnisse der Bewertungen externer Anbieter, der Neubewertungen, der Überwachung der Leistungen dieser Anbieter und jeglicher Maßnahmen unterhalten werden, die sich aus diesen Bewertungen ergeben.

8.4.2 Art und Ausmaß der Kontrollen
Das Unternehmen muss Art und Ausmaß der auf externe Anbieter anzuwendenden Kontrollen festlegen. Bei der Entscheidung über die Natur und das Ausmaß dieser Kontrollen muss das Unternehmen sicherstellen, dass sich die extern bereitgestellten Prozesse, Produkte oder Dienstleistungen nicht negativ auf die Fähigkeit des Unternehmens auswirken können, konforme Produkte und Dienstleistungen an die Kunden zu liefern und dass alle ausgelagerten Prozesse unter der Kontrolle des QMS verbleiben. Es muss die Kontrollen sowohl für den externen Anbieter als auch für die Ergebnisausgaben definieren. Das Unternehmen muss außerdem die zur Sicherstellung der Konformität erforderlichen Verifizierungsmaßnahmen festlegen.

8.4.3 Informationen für externe Anbieter
Dieser Abschnitt führt die Informationen auf, die das Unternehmen externen Anbieter von Prozessen, Produkten und Dienstleistungen vorzulegen hat. Die Mitteilungen sind vor ihrer Weiterleitung auf Angemessenheit zu prüfen.

8.5 Produktion und Dienstleistungserbringung

8.5.1 Kontrolle der Produktion und Dienstleistungserbringung
Dieser Abschnitt verlangt vom Unternehmen, die Art und Weise seiner Produktion und Dienstleistungserbringung zu kontrollieren. Zu diesen kontrollierten Bedingungen gehört es beispielsweise, dafür zu sorgen, dass dokumentierte Informationen verfügbar sind, die die Merkmale von Produkten oder Dienstleistungen definieren, die die zur Herstellung des Produkts oder Erbringung der Dienstleistung durchzuführenden Tätigkeiten festlegen und die die zu erzielenden Ergebnisse definieren und dass geeignete Überwachungs- und Messressourcen verfügbar sind und eingesetzt werden, usw.

8.5.2 Feststellung und Nachverfolgbarkeit
Das Unternehmen muss Vorkehrungen treffen, um im Bedarfsfall seine Ergebnisse feststellen zu können, sodass sich deren Übereinstimmung mit den Anforderungen demonstrieren lässt. Es muss in der Lage sein, den Status der Ergebnisse in Bezug auf jegliche Überwachungs- und Messanforderungen zu ermitteln, die für alle Phasen der Produktion oder Dienstleistungserbringung definiert wurden. Soweit Nachverfolgbarkeit erforderlich ist, muss das Unternehmen des Weiteren sicherstellen, dass seine Ergebnisse eindeutig identifizierbar sind. Dokumentierte Informationen müssen nur dann unterhalten werden, wenn die Nachverfolgbarkeit ein Erfordernis ist.

8.5.3 Eigentum von Kunden oder externen Anbietern
Dieser Abschnitt verlangt vom Unternehmen, für Eigentum der Kunden oder externer Anbieter Sorge zu tragen, während es vom Unternehmen genutzt wird oder sich unter dessen Kontrolle befindet. Es muss sicherstellen, dass jegliches solches Eigentum, das zur Nutzung durch das Unternehmen oder für die Einbeziehung in die Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens bereitgestellt wird, identifiziert, geprüft, geschützt und gesichert wird und dass wenn dieses Eigentum verloren geht, beschädigt wird oder sich sonst wie als ungeeignet für die Verwendung herausstellt, der Kunde oder externe Anbieter darüber in Kenntnis gesetzt wird.

8.5.4 Aufrechterhaltung
Dieser Abschnitt verlangt vom Unternehmen, während der Produktion und der Erbringung von Dienstleistungen die Ergebnisse sicherzustellen, um deren Konformität aufrechtzuerhalten. Diese Erhaltungsmaßnahmen können Identifizierung, Handhabung, Kontaminationskontrolle, Verpackung, Übertragung oder Transport und Schutzmaßnahmen umfassen.

8.5.5 Aktivitäten nach der Lieferung

Abschnitt 8.5.5 verlangt vom Unternehmen, die Art und das Ausmaß jeglicher Aktivitäten nach der Lieferung festzulegen, die es durchführen muss. In diesem Zusammenhang muss das Unternehmen gesetzliche Anforderungen und Rechtsvorschriften, alle mit dem jeweiligen Produkt oder der Dienstleistung verbundenen möglichen unerwünschten Konsequenzen, die Art des Produkts oder der Dienstleistung, die Anwendung des Produkts oder der Dienstleistung und die angestrebte Lebensdauer des Produkts oder der Dienstleistung berücksichtigen. Darüber hinaus sind bei Überlegungen zu Aktivitäten nach der Lieferung auch Kundenanforderungen und Rückmeldungen der Kunden zu berücksichtigen.

8.5.6 Kontrolle der Änderungen
Das Unternehmen muss jegliche Änderungen überwachen, die zur fortlaufenden Sicherstellung der Übereinstimmung der Produkte oder Dienstleistungen mit den definierten Anforderungen erforderlich sind. Es muss dokumentierte Informationen unterhalten, die die Ergebnisse der Überprüfung der Änderungen, die die Änderungen genehmigenden Personen und jegliche notwendigen Maßnahmen beschrieben, die sich aus der Überprüfung ergeben.

8.6 Freigabe von Produkten und Dienstleistungen

Dieser Abschnitt verlangt vom Unternehmen, an geeigneten Punkten der Produktion bzw. Dienstleistungserbringung vorbestimmte Maßnahmen durchzuführen, um zu überprüfen, ob die Produkte und Dienstleistungen alle Anforderungen erfüllen. Im Allgemeinen dürfen Produkte und Dienstleistungen nicht für den Kunden freigegeben werden, bis nicht alle vorgesehenen Aktivitäten, Tests und Kontrollen erfolgreich abgeschlossen wurden, es sei denn, eine zuständige Behörde genehmigt die vorzeitige Freigabe. Unternehmen, an geeigneten Punkten der Produktion bzw. Dienstleistungserbringung vorbestimmte Maßnahmen durchzuführen, um zu überprüfen, ob die Produkte und Dienstleistungen alle Anforderungen erfüllen. Im Allgemeinen dürfen Produkte und Dienstleistungen nicht für den Kunden freigegeben werden, bis nicht alle vorgesehenen Aktivitäten, Tests und Kontrollen erfolgreich abgeschlossen wurden, es sei denn, eine zuständige Behörde genehmigt die vorzeitige Freigabe.

8.7 Kontrolle nichtkonformer Ergebnisse

8.7.1 und 8.7.2
Das Unternehmen muss jegliche Ergebnisausgaben feststellen, die nicht den vorgesehenen Anforderungen entsprechen, und es sind Kontrollen einzurichten und umzusetzen, die sicherstellen, dass diese „nichtkonformen Ergebnisse“ nicht an den Kunden geliefert werden oder dass ihre unbeabsichtigte Verwendung verhindert wird. Werden nichtkonforme Ergebnisse festgestellt, muss das Unternehmen entsprechende Maßnahmen ergreifen, je nach Art der Nichtkonformität und ihrer Auswirkungen auf die Produkte und Dienstleistungen. Wenn sich das Unternehmen zur Korrektur nichtkonformer Ergebnisse, Produkte oder Dienstleistungen entschließt, muss es sicherstellen, dass die entsprechende Korrekturmaßnahme die Übereinstimmung dieser Ergebnisse, Produkte oder Dienstleistungen mit den Anforderungen wiederherstellt. Dokumentierte Informationen sind als Nachweis aufzubewahren.

Leistungsbewertung

9.1 Überwachung, Messung, Analyse und Bewertung

9.1.1 Allgemeines
Die Entscheidung, ob und was überwacht und gemessen werden soll, kann sich in erheblichem Maße auf die Wirksamkeit des QMS und dessen Umsetzung und Ergebnisse auswirken. Zwangsläufig basiert die Entscheidung auf dem Grad an Vertrauen, welches das Unternehmen in die für seine Prozesse eingerichteten betrieblichen Kontrollen und deren Wirksamkeit haben sollte und tatsächlich hat. Wenn für beide Punkte keine Daten vorliegen, muss das Unternehmen möglicherweise solange ein umfassendes Paket an Überwachungs- und Messaktivitäten unterhalten, bis genug Informationen für eine fundierte Entscheidungsfindung über zukünftige Überwachungs- und Messtätigkeiten vorliegen.  Im Endeffekt geht es dabei um risikobasiertes Denken. Die Unternehmen sollten dafür Sorge tragen, dass der Zeitaufwand für die Überwachungs- und Messplanung zur Veränderlichkeit der Unternehmensprozesse passt und auf die Erfordernisse der Analyse und Bewertung abgestimmt ist. Die Ergebnisse der Überwachungs- und Messvorgänge müssen zuverlässig, reproduzierbar und nachverfolgbar sein, um einen konsistenten Datenbestand zu generieren, der bei Bedarf mit soliden statistischen Verfahren analysiert werden kann, um eine Auswertung der Übereinstimmung mit den vordefinierten Anforderungen zu ermöglichen.

9.1.2 Kundenzufriedenheit
Dieser Abschnitt verlangt vom Unternehmen, Maßnahmen zu ergreifen, mit denen sich überwachen lässt, inwieweit Kunden der Überzeugung sind, dass ihre Anforderungen an Produkte und Dienstleistungen erfüllt wurden. Das Unternehmen muss bestimmen, wie diese Informationen gesichert werden und auf welche Weise sie verwendet werden sollen.

9.1.3 Analyse und Bewertung
Dieser Abschnitt verlangt vom Unternehmen, geeignete Daten und Informationen zu analysieren und auszuwerten, die es entweder intern oder extern für verschiedene vordefinierte Zwecke erhalten hat. Dazu gehören der Nachweis, dass die Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens den Anforderungen entsprechen, die Bewertung der Kundenzufriedenheit, die Sicherstellung der Konformität und Wirksamkeit des Qualitätsmanagementsystems und der Nachweis einer erfolgreichen Umsetzung der Planungen. Zusätzlich ist die Leistung externer Anbieter zu bewerten und der Bedarf an Verbesserungen innerhalb des Qualitätsmanagementsystems festzustellen.

9.2 Interne Prüfung

9.2.1 und 9.2.2
Zweck der internen Prüfung ist es, „festzustellen“, ob das QMS den Anforderungen entspricht und wirksam umgesetzt und verwaltet wird, d.h. es geht nicht um ein Urteil sondern einfach um Informationen, ob dies der Fall ist. Die Festlegung erfolgt an anderer Stelle (Managementbewertung). Die Ergebnisse der internen Prüfung müssen an das „zuständige Management“ und nicht einfach an das „Management“ weitergeleitet werden, wobei es sich um die Personen handelt, die in der Lage sind, die Konsequenzen aus den Erkenntnissen der Prüfung ziehen.Unternehmen sollten beachten, dass dokumentierte Informationen zum Nachweis der Umsetzung eines Prüfungsprogramms sowie der Ergebnisse der Prüfung zu unterhalten sind.

9.3 Managementbewertung

9.3.1, 9.3.2 und 9.3.3
Der Abschnitt verlangt Überprüfungen des QMS durch die Geschäftsführung in geplanten Zeitabständen zur Sicherstellung der fortgesetzten Eignung, Angemessenheit und Wirksamkeit des QMS. Diesbezüglich gibt es praktisch keine Änderung gegenüber der bestehenden Norm ISO 9001:2008. Die Elemente, die die Geschäftsführung (mindestens) bei einer Managementbewertung berücksichtigen muss, sind im Wesentlichen die gleichen wie in der vorherigen Fassung – Maßnahmen aus früheren Überprüfungen, die Erreichung von Zielvorgaben, Nichtkonformitäten und Korrekturmaßnahmen, die Qualitätsleistung des Unternehmens, Ergebnisse interner und externer Prüfungen, die Bewertung der Erfüllung der Konformitätsverpflichtungen, Mitteilungen beteiligter Parteien und Verbesserungsempfehlungen.Die Informationen müssen von allen zuständigen Managern vorgelegt werden, wobei die Geschäftsleitung die Analyse durchzuführen und die entsprechenden Entscheidungen zu fällen hat. Dies ist ein weiteres Beispiel für die ausgeprägtere Einbeziehung der Geschäftsführung, die in der neuen Ausgabe der Norm erwartet wird.

Struktur

Die neue Norm basiert auf dem Anhang SL der ISO-Richtlinie, einer übergeordneten Struktur (HSL), die auf der Plan-Do-Check-Act-Methode und der von der ISO entwickelten gemeinsamen Sprache für die Verwendung in allen neuen Managementsystemnormen basiert.

Die neue Norm ISO 9001: 2015 enthält zehn Klauseln anstelle der vorherigen acht Klauseln, die in der ISO 9001: 2008 verwendet wurden.

  1. Anwendungsbereich
  2. Normative Verweise
  3. Begriffe & Definitionen
  4. Kontext des Unternehmens
  5. Führung
  6. Planung
  7. Unterstützung
  8. Betrieb
  9. Leistungsbewertung
  10. Verbesserun

Die Verwendung von Anhang SL bei allen Managementsystemnormen wird die Integration verschiedener Systeme erleichtern, da fast ein Drittel des Textes in allen Normen des Anhangs SL gleich ist.

Die überarbeitete Norm bringt das ISO 9001 QMS auf den neuesten Stand, da sich in der Geschäftswelt in den letzten 15 Jahren viel geändert hat. ISO 9001: 2015 bietet Unternehmen eine Norm,  die auf dem neuesten Stand der Managementpraxis ist.

Überprüfen Sie die Optionen, die Ihrem Unternehmen für den Übergang von ISO 9001: 2008 zu ISO 9001: 2015 zur Verfügung stehen.


 

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